Gruselgeschichte

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Gruselgeschichte

Beitrag von Schattenblume am So Sep 14, 2014 3:36 am

Hier hab ich mich mal an einer Gruselgeschichte versucht. Bin immer offen für Kritik und Verbesserungsvorschläge.


Keuchend stützte ich mich an die Wand. Es kam mir so vor als wäre ich schon Ewigkeiten gelaufen, doch trotzdem endete der schmale Gang nicht. Die Fackel, die an der Steinmauer befestigt war, reichte gerade aus, dass ich die schwachen Umrisse des Gangs wahrnahm. Hecktisch schaute ich mich um, doch ich konnte niemanden entdecken. `Es ist noch da…. ich kann es spüren´. Gerade als ich mich aufrichtete und weiterhasten wollte, hörte ich wieder leise Schritte. Ich lief weiter, immer in der Hoffnung, dass dieser Albtraum endlich enden würde. Es tauchte eine Weggabelung vor mir auf. Ohne weiter nachzudenken wählte ich den rechten Weg. Als ich wieder ein ganzes Stück Weg hinter mich gebracht hatte, hielt ich kurz inne und horchte in die Dunkelheit. `Nichts zu hören…  hab ich es abgehängt?´. „Wiesssso läufsssst du vor mir davon?“, hallte es durch die Dunkelheit. „Hasssst du etwa Angsssst? …Du kannsssst mir nicht entkommen…“. Diese seelenlose Stimme ließ mir einen eisigen Schauder über den Rücken laufen. Ich rannte, rannte so schnell wie nie zuvor in meinem Leben. Ich hörte, wie die Schritte hinter mir immer lauter wurden. Ich war so darauf konzentriert, dass ich nicht mehr auf meinen Weg achtete. Mein linker Fuß blieb an einem hervorstehenden Stein hängen, ich stolperte und fiel. Ich spürte den stechenden Schmerz in meinen Knien als sie auf dem harten Stein aufschlugen. Zitternd richtete ich mich wieder auf. Ich fühlte wie das warme Blut langsam an meinem Bein hinab rann. `Verdammt´. Vorsichtig betastete ich mein Knie. `Warum passiert  das?´ .Ich stützte mich an der kalten Wand ab und tat ein paar wackelige Schritte. Der Schmerz hinderte mich zwar daran, doch die immer lauter werdenden Schritte hinter mir trieben mich weiter voran. Die beklemmende Dunkelheit umhüllte mich und die Wände schienen mit der Zeit immer näher zu kommen. Von Zeit zu Zeit erklangen klagende Rufe. `Das ist alles nur ein Traum… alles nur ein Traum… So etwas darf nicht passieren! Das hier ist alles nur meiner Fantasie entsprungen. Nichts davon existiert wirklich!´. Ich versuchte mich zu beruhigen, doch mein Herz schlug immer schneller. Die Schritte meines Verfolgers wurden mit einem Mal leiser, bis ich sie nicht mehr hören konnte. Ich wusste, dass es immer noch da war. Ich verlangsamte jedoch mein Tempo um ein wenig verschnaufen zu können. *patsch patsch patsch*. Durch das flackernde Licht einer Fackel konnte ich eine große Pfütze am Boden ausmachen. „Endlich hab ich dich!“. Panisch stolperte ich weiter bis ich bemerkte, dass ich in einer Sackgasse stand. „Komm… lassss unssss ein Spiel spielen…“, zischte die geisterhafte Stimme hinter mir. Ich war wie gelähmt vor Angst. Zitternd stand ich da und fühlte seinen heißen Atem in meinem Nacken. Ich wollte weg, doch meine Beine gehorchten mir nicht. Es war als würde sie jemand festhalten. Aus dem Augenwinkel konnte ich einen Schatten hinter mir ausmachen. Die Gestalt hatte Ähnlichkeiten mit einem Mensch, doch die langen Gliedmaßen bewiesen, dass es keiner sein konnte. Ein Luftzug ließ die Fackeln an der Wand für einen Moment aufflackern, sodass ich erkennen konnte, dass etwas auf der Wand vor mir geschrieben stand. DREH DICH UM, stand dort in dunkelroten Buchstaben. `B…B…Blut?´. Ich konnte einen Schrei nicht unterdrücken und stolperte rückwärts. Am Boden kauernd spürte ich, wie das Wasser langsam in meine Kleidung sickerte. Ein weiteres Aufflackern der Fackeln ließ mich vor Schreck erstarren. Die Pfütze in der ich saß war kein Wasser…   es war der rote Lebenssaft, welcher aus zahlreichen aufgeschlitzten Körpern floss, die in einer Ecke des Gangs lagen! Der schemenhafte Schatten hinter  mir wurde immer größer. Ich drehte ein wenig den Kopf und konnte gerade noch so diese bösartig roten Augen im Dunkeln aufleuchten sehen. „Komm… komm, lass uns ein SPIEL SPIELEN!“

                                                                                                        ENDE
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